Die Kostengliederung kann nach den angegebenen Kriterien
erfolgen.
| Kriterien zur Kostengliederung | Erläuterungen
|
| Zurechenbarkeit der Kosten
auf die Kostenträger
|
Einzelkosten und Gemeinkosten |
| Verhalten der Kosten bei
Änderung der Kapazitätsausnutzung
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fixe und variable Kosten |
| Häufigkeit des Auftretens
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einmalige und laufende Kosten |
| Zusammensetzung der Kosten
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einfache und zusammengesetzte Kosten |
| Art der Tatsächlichkeit
von Kosten
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Ist-, Normal- und Plankosten |
| Stelle der Entstehung (Funktionen)
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Beschaffungs-, Fertigungs-, Vertriebskosten usw. |
Bild 1: Gliederungskriterien der Kosten [1, S. 29]
Einzelkosten |
Gemeinkosten |
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sind alle Kosten, die einem Kalkulationsobjekt z.B. (Endprodukt) direkt zugeordnet werden können. |
sind alle Kosten, die gemeinsam für mehrere Kalkulationsobjekte anfallen. |
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Beispiele: |
Beispiele: |
|
Bild 2: Abgrenzung der Begriffe Einzel- und Gemeinkosten
[1, S. 29]
| fixe Kosten | variable Kosten |
| fallen zeitabhängig an und verändern sich nicht mit dem Beschäftigungsgrad | sind mengenabhängig und verändern sich mit dem Beschäftigungsgrad |
| z.B.
Gehälter zeitabhängige Versicherungen Abschreibungen |
z.B.
Fertigungsmaterial Instandhaltung |
Bild 3: Abgrenzung der Begriffe fixe und variable
Kosten [1, S. 30]
4. Gliederung der Kostenrechnung
Die Kostenrechnung gliedert sich in drei Teilgebiete:
Die Kostenartenrechnung dient der vollständigen Erfassung der anfallenden oder angefallenen Kosten nach Kostenarten (Lohn, Material, Abschreibung usw.)
"Welche Kosten sind angefallen"
Durch die mit Hilfe eines Betriebsabrechnungsbogens durchgeführte Kostenstellenrechnung werden die nicht unmittelbar dem Erzeugnis (dem Kostenträger) zurechenbaren Kosten (Gemeinkosten wie Hilfslöhne, Verbrauchsmaterial oder innerbetriebliche Leistungen) auf die Kostenstellen in der Dimension: Kosten pro Periode verteilt. Eine Kostenstelle ist ein nach bestimmten Kriterien abgegrenzter Bereich der Kostenentstehung.
"Wo sind die Kosten angefallen"
Letztlich entstehen alle Kosten, weil ein Unternehmen bestimmte Leistungen erbracht hat. Für den Kostenrechner sind die Sachgüter oder Dienstleistungen Kostenträger, welche die von ihnen verursachten Kosten zu tragen haben. Der Kostenträgerrechnung fällt daher die Aufgabe zu, eine Beurteilung der einzelnen Leistungen sowie des gesamten Produktionsergebnisses für einen bestimmten Zeitraum zu ermöglichen. Dazu wird die Kostenträgerrechnung in eine Stückrechnung und in eine Zeitrechnung aufgeteilt.
Die Kostenträgerrechnung als Kostenträgerzeitrechnung (Betriebsergebnisrechnung) ermittelt den Gewinn als Gewinn pro Periode.
"Für welche Produktart sind die Kosten einer
Periode angefallen"
Die Kostenträgerstückrechnung (Kalkulation) ermittelt die Kosten je Erzeugnis als Kosten pro Stück.
"In welcher Höhe sind für eine Produktionseinheit Kosten angefallen"
Kostenträger sind die betrieblichen Leistungen
(z.B. Herstellung eines Produktes, hier ist das Produkt der Kostenträger),
die den Verbrauch von Produktionsfaktoren (Arbeit, Material etc.) und damit
die entsprechenden Kosten verursacht haben. [1, S. 39]
Zusammenfassung der Begriffe der Kostenrechnung
| Begriff | Fragestellung | Beispiele
|
| Kostenarten | Welche Kosten sind angefallen? | - Material
- Fertigungslohn - Stromkosten |
| Kostenstellen | Wo sind die Kosten angefallen? | - Materiallager
- Fertigungsplanung - Labor |
| Kostenträger | Wofür sind die Kosten angefallen? | - Produkt
- Kommission - Auftrag |
Bild 4: Wichtige Begriffe der Kostenrechnung in Anlehnung
an [1, S. 44]
4.4 Die drei Stufen der Kostenrechnung
In der Kostenrechnung wird prinzipiell nach folgenden Schritten vorgegangen:
1 Schritt: Erfassen der Kosten nach Kostenarten
2. Schritt: Verrechnen der Kosten auf - Kostenstellen
- Kostenträger
3. Schritt: Verwenden der Kosten - zum Messen der Betriebstätigkeit
- zur Kontrolle des Betriebsverhaltens
- zur Disposition
Quelle: [3, S. 20]
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