2. Die IVECO Magirus AG im Verbund der FIAT-Gruppe
4. Produktions- und Förderanlagen am Standort Ulm/Donautal
5. Zahlen zur IVECO Magirus
AG
1864 Gründung der Feuerwehr-Requisiten-Fabrik C. D. Magirus
1872 Erste freistehende und verfahrbare Feuerwehrleiter ("Ulmer Leiter")
1892 Erste Magirus Pferdezug-Drehleiter (25m Steighöhe)
1904 Erste selbstfahrende Dampfauto-Drehleiter
1906 Erste Autodrehleiter mit Benzinmotor
1911 Magirus wird Aktiengesellschaft
1916 Erster LKW wird gebaut (3,0 t Nutzlast; Leistung: 29 kW)
1919 Erster Omnibus wird gebaut
1931 Erster Sattelschlepper wird gebaut
1936 Humboldt Deutz Motoren AG in Köln erwirbt C. D. Magirus AG
1942 Erster luftgekühlter Deutz-Diesel-Motor serienreif
1956 Produktion der Omnibusse wird nach Mainz verlegt
1973 Werk III im Donautal nimmt Produktion auf
1974 Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD) und der FIAT-Konzern vereinbaren Kooperation auf dem Nutzfahrzeugsektor
1975 IVECO (Industrial Vehicles Corporation) nimmt ihre Arbeit auf
1980 KHD verkauft IVECO-Anteile an FIAT ® FIAT wird Alleinaktionär
1982 Schließung des Omnibuswerkes in Mainz
1983 Umbenennung der Magirus Deutz AG in IVECO Magirus AG
1989 Iveco Magirus AG feiert 125 jähriges Bestehen
2. Die IVECO Magirus AG im Verbund der FIAT-Gruppe
Die FIAT Società per Azioni wurde im Jahre 1906 in Turin von der Familie Agnelli gegründet. Seit langem schon ist FIAT nicht mehr nur die "Fabrica Italiana di Automobili Torino", die italienische Automobilfabrik, die das Kürzel FIAT umschreibt. Es ist heute ein Unternehmen mit ausgeprägter internationaler Ausrichtung, untergliedert in fünfzehn Geschäftsbereiche:
In den Jahren 1986 bzw. 1991 wurden zudem der britische Nutzfahrzeughersteller Ford Truck und die spanische ENASA mit dem Nutzfahrzeughersteller Pegaso übernommen.
Mit rund 33400 Mitarbeitern und einem Marktanteil von 18,7 % in Westeuropa (Stand: 31.12.1995) ist IVECO heute der zweitgrößte Hersteller von Nutzfahrzeugen in Europa.
Die IVECO Magirus AG in Ulm ist heute Teil des aus 23 europäischen Produktionswerken und 10 Entwicklungszentren bestehenden IVECO-Konzerns (vgl. Abb. 1).

Abb. 1: Produktionsstandorte der IVECO
Im Werk Donautal und bei der IVECO-Tochter ENASA in Madrid werden schwere Straßen- und Fernverkehrsfahrzeuge (EuroTech, EuroStar) der Reihen MT, MP und LD produziert. Der Großteil der dafür bestimmten Baugruppen wie Motoren, Getriebe, Achsen usw. werden extern gefertigt, hier im Werk Donautal angeliefert und nach Produktionsprogramm in den Montageablauf eingeschleust. Der Unternehmensbereich Brandschutz mit den Standorten Ulm (Drehleitern) und Weisweil (Lösch- und Sonderfahrzeuge) ist eine organisatorisch selbständige Einheit.
Außerhalb Europas ist IVECO in mehr als 100 Ländern vertreten, mit Kooperationen vor allem in Osteuropa, im Mittleren Osten, in Afrika und Asien.
4. Produktions- und Förderanlagen am Standort Ulm/Donautal
Das Werk Donautal mit einer überbauten Fläche von rund 175.000 qm umfaßt folgende Gebäude-Bereiche:

Abb. 2: Werk Donautal der IVECO Magirus AG
5. Zahlen zur IVECO Magirus AG
| Geschäftsjahr |
|
|
|
| Produktion | Einheiten |
10.389
|
13.213
|
| Absatz | Einheiten |
24.020
|
23.574
|
| Umsatz | Mio DM |
2.472
|
2.608
|
| Exportanteil | % |
45,7
|
50,4
|
| Jahresüberschuß (-Fehlbetrag) | Mio DM |
(21)
|
84
|
| Personalaufwand | Mio DM |
482
|
425
|
| Mitarbeiter | Jahresende |
3.495
|
4.987
|
| Umsatz je Beschäftigten | TDM |
547
|
530
|
26.9.97 A. Schütz
Quelle: G. Wank