Kommunikation und Darstellung der Ergebnisse
 
Die klassische Rhetorik 
Geschichte und Grundzüge 

Allgemeines

1. Was ist Rhetorik?
2. Die Entwicklung der Rhetorik 
3. Die Redner der alten Zeit
4. Stilformen und Redegattungen der Rhetorik
5. Die klassische Vorbereitung der Rede
6. Der Aufbau einer Rede
7. Die Funktionen der Rede
8. Sprachliche Kriterien
9. Der Mißbrauch der Rhetorik
10. Fazit


Allgemeines

Nach dem Ausblick in die Entwicklung, den Aufbau und der Funktionen der klassischen Rhetorik, soll das vorliegende Skript einen Einblick in Präsentationsmethoden vermitteln. 


1. Was ist Rhetorik?

 
Unter Rhetorik versteht man die Beredsamkeit 
und die Lehre von der kunstmäßig geübten Rede,
 
  ihrem Aufbau,
  ihren Ausdrucksformen
  und ihren Stilformen.
 
... sowie auch die Wissenschaft, die sich mit 
der Redekunst beschäftigt.
Das Bertelsmann-Lexikon definiert Rhetorik folgendermaßen:
 
Die Beredsamkeit wie auch die Lehr von der kunstmäßig geübten Rede,
ihren Regeln, ihrem Aufbau, ihren Ausdruckmitteln und Stilformen. 

2. Die Entwicklung der Rhetorik

In der Antike war die Redekunst (Rhetorik) wesentlich bedeutender als Naturwissenschaften. Bis ins Mittelalter war das allgemeine Bildungsniveau relativ niedrig, woduch die Beeinflussung eines Redners eine wesentlich größere Rolle spielte als heute. Aus Republik und Demokratie genoß die Bevölkerung die Redefreiheit, die wiederum als Mittel zum Zweck eingesetzt wurde. So beruhte der Erfolg eines Mannes auf seinem Wissen der Rhetorik. Sie zeigte seine über stilistischen und dialektischen Fähigkeiten, sowie psychologische und historisches Wissen der damaligen Zeit.

So war Rhetorik das "Hauptfach" damaliger Ausbildung der "Artes Liberales", der sogenannten freien Künste, die zur Ausbildung von Juristen, Diplomaten, Politiker, Verwaltungsbeamter und sogar Prediger gehörte. Damals waren Mathematik und Physik brotlose Künste während Medizin ein bürgerliches Auskommen sicherte. Der Weg zu Macht und Wohlstand war Rhetorik. So auch ein Direktorenposten in einer Rednerschule.

Der blumige und pathetische Stil aus Sizilien, der sich nach dem Sturz des Diktators um 5. Jahrh. vor Chr., aus öffentlichen Reden bildete, gelangte zwischen 5. und 2. Jahr. vor Chr. nach Griechenland, von wo Cicero etwa 2. Jahr. vor Chr. die Lehren der Rhetorik in römische Reich mitnahm. Dieser Stil (barock-affektisch) bedient sich sehr stark stilistischer Mittel, nach Cicero: "der leere Prunk der Worte, ersonnen, um den Augebnlick zu schmücken."

Der sizilianischen Stils veränderte sich in Griechenland auch zum attischen (klassisch-gemäßigter) Stil, mit mehr Psychologie und Dialektik, vorallem durch die starke Beeinflussung, ob für oder gegen die Rhetorik, zur Philosophie. 

Die vielen Rednerschulen, vorher Akademien der Gelehrten, Politiker etc. und die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Rhetorik führten zu vielerlei Schriften über die Redekunst, deren Umfang hier nicht behandelt wird, lediglich wenige Punkte der klassischen Rhetorik. 

An dieser Stelle sei auf verschiedene Internetseiten verwiesen


3. Die Redner der alten Zeit

Der Einfluß der Rhetorik auf innerpolitische Machtkämpfe zeigt ihre eigene Geschichte. Die Geschichte von streitenden Sizilien über das philosophische Griechenland zum lehrenden römischen Reich gibt die Entwicklung der Rhetorik und ihrer Lehren wieder.

Sizilien: 5. Jahrhundert vor Christus

Erste Rednerschulen und die wissenschaftliche Beschäftigung mit der Redekunst auf Sizilien. Korax und Teisias aus Sizilien, die nach der Abschaffung des Tyrannen 465 v. Chr., entstehende Streitigkeiten und Interessengegensätze von allgemeinem Interesse vor der Öffentlichkeit verhandeln, sind nach Ansicht Ciceros und Aristoteles die ersten, die sich mit der Rhetorik beschäftigen.

Gorgias von Leontinoi

Gorgias von Leontinoi begeisterte die Athener und unterrichtete zahlreiche Schüler in der Redekunst. Seinen Unterricht gestaltete er mit Musterreden und erklärte durch theoretische Erklärungen die Möglichkeiten der Rhetorik. Alle Interpretationen über die Reden Gorgias trennen streng zwischen Philosophie und Rhetorik, so machen sie ihn zum antiphilosophischen Rhetor. Aus seiner Schrift "Über die Natur" wird jedoch abgeleitet, daß er an die objektive Erkenntnis durch das Denken zweifelt. 

Griechenland: 5. bis 2. Jahrundert vor Christus

Mit Gorgias von Leontinoi kam die Rhetorik nach Griechenland, wo sie durch die neu erschaffene Demokratie eine bedeutende Blüte erreichte.

Demosthenes und Aristoteles

Demosthenes (*385/84 +322), einer der bekanntesten Redner des Altertums, setzte die Rede als Gegenwehr ein. Aus eigenen Rechtsstreitigkeiten um sein verlorenes Vermögen, erlangte er zu großem Rechts- und Redewissen, das er später in der Politik einsetzte. Er mahnte das "schlaffe Volk" die Machenschaften des Philipp von Makedonien zu hintertreiben, war später in politische Ämter eingesetzt, immer im Kampf um die Freiheit der geliebten Heimat.

Er verzichtet grundsätzlich auf Redeschmuck - es geht ihm um die Sache - seine Beweisführung ist von zwingender Logik, seine Sprache, trotz Schlichtheit und vielfach herben Ernstes, künstlerisch schön.

Aristoteles, als bedeutender griechischer Philosoph und Naturforscher und Schüler von Platon wurde später der Erzieher von Alexander dem Großen und gründete danach eine eigene Schule. Durch seine umfassenden Anregungen und eine wertvolle eigene Bibliothek war seine Schule Mittelpunkt der wissenschaftlichen Forschung. Seine wiss. Schriften sind weitesgehend erhalten: aus Physik, Tierkunde und Psychologie, die metaphysischen als "erste Philosophien", ethische und politische, wie auch ästhetischen: die Rhetorik und Bruchstücke der Poetik. 

Die Lehre des Aristoteles fußt auf den Lehren Platons, übertrifft ihn aber durch abstraktes Denken, vor allem in seiner wissenschafltichen Arbeit innerhalb seiner Schule. Die zusammenfassende Theorie der Denkformen beruht darauf, daß alles Denken und Erkennen auf die Ableitung des Besonderen aus dem Allgemeinen abzuleiten ist.

Aristoteles erkannte die Anwendungsgebiete der Rhetorik: die Redegattungen
 
Ratsrede vor dem Volk, die zu- oder abrät.
Gerichtsrede vor Gericht, zur Entscheidung von Recht und Unrecht.
Prunk- und Festrede die Lob oder Tadel über etwas Vorliegendes erteilt.

Sokrates und Platon

Sokrates polemisierte gegen die Sophisten (Redner), berichtet später über die Ideenlehre und deren Anwendung hinsichtlich der Psychologie, Ethik und Naturwissenschaft. Seine Lehre über die Ethik, entstanden durch die Ablehnung der Sophisten und darauf aufbauender Erforschung der Wahrheit, gab er unter anderen auch an Platon weiter. 

Platon, neben Aristoteles als größter griechischer Philosoph bekannt, war im ständigen Kontakt mit Sokrates, der für seine ganze Lebens- und Denkrichtung ausschlaggebend wurde. Er gründete die Akademie, deren bedeutendstes Mitglied Aristoteles war, und veröffentlichte zahlreiche Schriften. 

Das römische Reich: 2. Jahrundert vor Christus

Wie die griechische, so hat auch die römische Rhetorik den Hintergrund, daß nur in einer Republik die Streitrede möglich war. In der Diktatur und der damit zusammenhängenden verlorenen Redefreiheit verschwand die öffentliche Rede. Dann existierte die Rhetorik nur noch in Rednerschulen, wo vor allem ältere Reden analysiert und imitiert wurden. Diese Schulen hatten meist auch eine besondere Protektion der römischen Kaiser, schließlich verwandte man geschickte Reden zur Beeinflussung, das Regime in ritueller Weise zu verherrlichen und die Gegner verächtlich zu machen. Die letzten römischen Kaiser gründeten in allen größeren Städten Rednerschulen, Vorläufer der heutigen Gymnasien. Dort wurde Grammatik (im alten Wortsinn: die stilistisch-philologische Analyse vorbildlicher Texte zu analysieren), Dialektik (Problemanalyse) und Ausdruckskunst (Rezitations- und Schauspielübungen) gelehrt.

Marcus Tullius Cicero

Cicero (*106 v. Chr - 43) war ein römischer Redner und Schriftsteller. Nach eifrigen rhetorischen und juristischen Studien wurde er früh zum Gerichtsredner. Seine rhetorische und philosophische Bildung erweiterte er durch Reisen nach Athen und Kleinasien. Als Prätor, später Konsul und Anhänger der Volkspartei setzte auch er seine Kentnisse in der Politik ein. Hohles Patos und AAdvokatenkniffe entstellen seine Reden, so wurde er Meister und Bildner des klassichen Lateinischen Stils. In seinen Schriften schließt er sich dem technischen Stil an, seine Briefe geben Zeitgeschichte und die seines Lebens wieder.

Marcus Fabius Quintilianus

Quintilian (um 68 n. Chr.) war ein römischer Rhetor, der bekanntermaßen der Erste staatlich besoldete Lehrer für Beredsamkeit war. Seine über die Ursachen des Verfalls der Beredsamkeit ist leider nicht mehr erhalten, hingegen sein Lehrbuch der Rhetorik noch heute vielen als Vorbild dient. Diese umfangreiche Schrift über die Erziehung, deren Ziel durch die Person des "idealen Redners" gekennzeichnet wird, ist die Aufarbeitung dessen, was bisher auf dem Gebiet der Rhetorik erforscht und geschrieben wurde. Er will nicht als Philosoph nach dem Sachverständnis verstanden werden, sondern Praktiker sein, aus Versuch und Leistung. Er versteht so die Tätigkeit des Redners als praktisch und tugendhaft, denn "Philosophie kann man nämlich heucheln, Beredsamkeit nicht" (Ueding, S. 55).


4. Stilformen und Redegattungen der Rhetorik
 
Im Wesentlichen unterscheidet man zwei Stilformen in der Antike,
den asianischen Stil (barock-affektiert), ausladend und geschmückt - man stelle sich an dieser Stelle nur mal einen Italiener vor (Sizilien).
den attischen Stil (klassisch-gemäßigt), das was Griechen und Römer aus dem sizilianischen Stil gemacht haben, der argumentationsgeladene sachliche Stil.

In den Redegattungen unterscheidete man drei Kathegorien, die wir auch heute noch verschiedenen Anlässen zuordnen können:
 
die Gerichtsrede
nimmt eine anklagende bzw. verteidigende Funktion ein.
findet man heute
vor Gericht.
die Beratungs- oder Ermahnungsrede
beinhaltet im Wesentlichen die Beurteilung einer Sache und die entsprechenden Maßnahmen.
wie zum Beispiel 
in der Politik.
die Lob- und Tadelrede,
die eine Gesinnung schaffen soll, aber keine unmittelbare Wirkung hat.
haupsächlich für Festreden.

5. Die Klassische Vorbereitung einer Rede

Die Vorbereitung einer Rede entscheidet über den Inhalt, die Taktik und die Auswirkung einer Rede. Die klassische Vorbereitung der Rede besteht nach Cicero aus fünf Stufen:

1   inventio (Stoffsammlung)
2   dispositio (Anordnen)
3   elocutio (Sprache)
4   memoria (Einprägen der Rede)
5   pronuntiatio (Verwirklichung der Rede)
6. Klassischer Aufbau der Rede

Das Rezept für den Aufbau der Rede besteht seit der Antike aus folgenden Komponenten:

Anfang (exordium)
Hauptteil
Darstellung Istzustand (narratio)
Folgen Istzustand (argumentatio)
Schluß
Zusammenfassung der Argumente,
eventuell mit Appell (peroratio)
7. Die Funktionen der Rede

Die Argumentation der Rede entscheidet über ihre Funktion, so wie ihre Funktion über die Argumentation entscheiden muß. So ist die Funktion gleichzeitig als der Aufbau der Rede zu verstehen.

Die drei Grundgrößen der Argumentation Zustand, Ziel und Maßnahme ist der klassische Aufbau, den moderne Reden aufgenommen haben. Der Werbetheoretiker Michlingk unterscheidet so auch drei Funktionen des Werbetextes, in Anlehnung an Cicero (Schlüter, S. 65). Diese finden sich in fast allen Texten der Einführungswerbung wieder:
 
Michlingk (Cicero) Werbung
1. Anlocken, einschmeicheln
(conciliari)
Teil 1 - die Einleitung
bestehend aus Zuruf oder Aufhänger
2. Bekanntmachen (docere) Teil 2 - der Hauptteil
Überleitung und eigentliches Argument
3. appellieren, antreiben
(permovere)
Teil 3 - Schluß
zusammenfassendes Urteil oder Appel

Die Amerikanische AIDA-Formel findet sich noch häufiger:

a ttention   Aufmerksamkeit erregen
i nterest   Interesse wecken
d esire   Entschluß, Maßnahme
a ction    Aufruf zur Aktion, Maßnahme
8. Sprachliche Kriterien

Die sprachlichen Kriterien entscheiden über den Verlust oder Erhalt des Zuhörers oder Lesers. In der Antike wurden für Informationstexte drei sprachlichen festgelegt:

1   die Üblichkeit des Ausdrucks   latinas
2   die Angemessenheit des Ausdrucks   proprietas
3   die Eindeutigkeit des Ausdrucks   claritas
9. Der Mißbrauch der Rhetorik

Wenn von Rhetorik die Rede ist, tritt unweigerlich der Mißbrauch der Rhetorik in Vordergrund. Mit gutem Grund. Im Altertum war der Gebrauch der Redekunst gleichzeitig der Besitz großer Macht. Diese Tatsache hat sich bis heute gehalten, trotz der wachsenden allgemeinen Bildungsniveaus. Damals war die Rede eine der wenigen Möglichkeiten der Information. Heute, im Informationszeitalter, besitzt die Rede die Möglichkeit der Beeinflussung wissender Zuhörer. 

In der Aufklärungsepoche, zu Zeiten der französichen Revolution, treten besonders Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778) und Denis Diderot (1713 - 1784) hervor. Beide als Philosophen und Meister der Rede bekannt verstanden beide die Rhetorik auf verschiedene Weise. Rousseau, Redner mit dem "Brustton der Überzeugung", wirkte auf ganz Europa als Magier der Rede. Seine Ansicht war, daß seine Überzeugung aus der Wahrheit komme. Seine heroisch-empfindsame Romane sind jedoch soweit und so oft überarbeitet, bis ihm selbst beim Lesen die Tränen kamen. Diderot vertrat die entgegengesetzte These, daß die Wirkung der Schrift oder Rede vom Redner bzw. Schauspieler selber abhänge. So erkennt man, daß die Wahrheit tatsächlich in der Mitte dieser beiden Thesen liegt: ohne ehrliche Überzeugung, die die Begeisterung an der Sache wiedergibt, ist also keine echte Wirkung aus der Rede zu erzielen. Doch die Überzeugung allein macht noch keinen guten Redner, das kennen wir alle: "ich bin so begeistert - mir fehlen die Worte".

Goethe (1782 - 1832) hat die Rhetorik in seinem Lebenswerk "Faust" unbewußt, bewußt verurteilt. Mephistoteles, der durch die Sprache den Faust schwer beeinflußt:

 
Wenn ihrs nicht fühlt, ihr werdets nicht erjagen, 
Wenn es nicht aus der Seele dringt
Und mit urkräfigem Behagen
Die Herzen aller Hörer zwingt.

Sei er ken schellenlauter Tor:
Es trägt Verstand und rechter Sinn
Mit wenig Kunst sich selber vor.

[aus Ueding, S. 10]

Da aber eine öffentliche Rede meist mit dem Ziel der Vermittlung eines Standpunktes und dem Versuch der Überzeugung einhergeht, darf und muß man den "Mißbrauch" im 3. Reich nie vergessen. Zu Propagandazwecken dienten die Mittel der Rhetorik, um Massen zu beeinflussen. Schon im alten Griechenland kam der Vorwurf auf, die Sophisten seien Lügner und Verführer. Hitler, wie auch Bonaparte, als zweites fanatisches Beispiel in der Geschichte, glaubten an ihre Sache und machte sie, auch mit Mitteln der Rhetorik zu Volksverführern. Aber gerade ihr Glaube machte ihre Reden so überzeugend, so ist doch der eigentliche Mißbrauch nicht die Rhetorik, sondern der Glaube an die Falsche Sache, oder? (Ueding, S. 12)

Nach dieser fanatischen Verzettelung in der Geschichte der Reden im 3. Reich kam die scheinheilige Verzettelung. Gerd Ueding beschreibt diese Zeit als die Zeit der Eigentlichkeit und vergleicht diese auch mit der "neuen Sachlichkeit" von Berthold Brecht. In der Nachkriegszeit, bis heute sind so viele Kalauer entstanden, die wir als Amtssprache kennen. Umschreibungen, Beschreibungen etc. verfremden die Texte bis zur Unkenntlichkeit und "eigentlich" haben sie die Rhetorik nie los bekommen.

Doch wer glaubt, daß die klassische Rhetorik danach ausgedient hat, hat weit gefehlt. Neue Medien, Werbung, politische Rede und vieles mehr, was uns täglich verbal oder nonverbal beeinflußt. Wenn die Wahrheit in Begeisterung vorgetragen wird, der Glaube an die richtige Sache in der Parteirede suggestiert wird, dann lassen wir uns auch den blumig und kunstbewußten Redestil gefallen. 

Die Wirkung der Werbung kenn wir alle. Die Wirkung von Rede und Präsentation hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen und immer wichtig bleiben, schließlich zeigt die Geschichte, daß sich viele Elemente der Rhetorik, auch wenn sie noch so alt sind, bis heute gehalten haben, zum Beispiel der Aufsatz, die klassiche Schulrhetorikübung (Quintilian).

10. Fazit

Aus der klassischen Rhetorik läßt sich moderne Rhetorik, soweit es eine solche gibt, ableiten. Grundlage für jede gute Präsentation kann und sollte verschiedene Technik der Textgestaltung, der Redegestaltung sein. Ob Aufbau, Funktion oder Wirkung, mit gezielter Redetechnik hält man seine Zuhörer und überzeugt. Die Macht der Rhetorik sollte nicht mißbraucht werden, aber auch nicht mißachtet:

 
"Geschadet hat die Kenntnis der rhetorischen Techniken noch nie, 
und wer ihnen den Rücken kehrt, wird vermutlich ihr erstes Opfer."

Hermann Schlüter


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Oktober 1997 - M. Ihle